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Stand: 30. Oktober 2026 · keine Steuer- oder Rechtsberatung

XRechnung oder ZUGFeRD: Was ist der Unterschied?

Beide Formate erfüllen die E-Rechnungspflicht. Beide beruhen auf derselben europäischen Norm, der EN 16931. Der Unterschied liegt darin, ob ein Mensch die Rechnung ohne Programm lesen kann.

XRechnung: nur Daten

Eine XRechnung ist eine reine XML-Datei. Sie enthält alle Angaben der Rechnung, also Absender, Positionen, Beträge, Steuer, IBAN und Fälligkeit, aber kein Bild. Öffnen Sie sie im Browser oder Editor, sehen Sie Code wie <ram:GrandTotalAmount>659.26</ram:GrandTotalAmount>.

Eine XRechnung gibt es in zwei technischen Schreibweisen, CII und UBL. Für Sie als Empfänger ist das egal, ein guter Viewer liest beide.

ZUGFeRD: PDF mit Daten darin

Eine ZUGFeRD-Rechnung (international: Factur-X) ist ein PDF, in dem zusätzlich eine XML-Datei steckt. Das ist ein Hybridformat:

Maßgeblich ist rechtlich der Datenteil, nicht das Bild. Weichen PDF und XML voneinander ab, gilt die XML. Genau das nutzen Betrüger manchmal aus: Im PDF steht die richtige IBAN, in den Daten eine fremde. Prüfen Sie bei ZUGFeRD-Rechnungen deshalb, ob die Bankverbindung in beiden Teilen übereinstimmt. Unser XRechnung-Viewer zeigt Ihnen die Daten aus der XML.

Welche ZUGFeRD-Rechnungen zählen?

ZUGFeRD gibt es in mehreren Profilen, also Detailstufen:

Profil Gilt als E-Rechnung?
MINIMUM Nein
BASIC-WL Nein
BASIC Ja
EN 16931 (früher COMFORT) Ja
EXTENDED Ja
XRECHNUNG Ja

Die Profile MINIMUM und BASIC-WL enthalten nicht alle Pflichtangaben einer Rechnung. Sie gelten deshalb nicht als E-Rechnung.

Woran Sie erkennen, was Sie bekommen haben

Was ist besser?

Für Empfänger ist ZUGFeRD bequemer, weil man es auch ohne Programm lesen kann. Die XRechnung ist schlanker und eindeutiger, weil es nur eine Wahrheit gibt, die Daten. Wenn Sie selbst Rechnungen schreiben, fragen Sie Ihre wichtigsten Kunden, welches Format sie wünschen. Behörden verlangen fast immer XRechnung.

Quellen